Spuren einer bronzezeitlichen Siedlung in der Nähe der Schleuse Erlangen

Foto: WNA Aschaffenburg

Archäologische Ausgrabungen zwischen der Schleuse Erlangen und Möhrendorf werden am 1. Oktober fortgesetzt

 

### Pressemitteilung WNA Aschaffenburg Nr. 04/2019 vom 27.09.2019 ###

 

Nach ersten Ausgrabungen im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamts Aschaffenburg (WNA) wird die Freilegung und Dokumentation einer bronzezeitlichen Siedlung (etwa 1400 - 1300 Jahre vor Christus) fortgesetzt.

Aschaffenburg, 27. September 2019. Nachdem bereits im Frühjahr diesen Jahres Reste einer bronzezeitlichen Siedlung im zukünftigen Baufeld zum Neubau der Schleuse Erlangen nahe Möhrendorf gefunden wurden, setzt das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg ab dem 1. Oktober 2019 die Ausgrabung und Dokumentation der archäologischen Funde fort.

„Mit diesen vorsorglichen Maßnahmen“, so die Behördenleiterin des WNA, Mareike Bodsch, „wollen wir verhindern, dass Bodendenkmäler erst in der Bauphase entdeckt und das Baugeschehen in unvorhersehbarem Umfang verzögert wird“. Die Arbeiten werden durch eine Grabungsfirma unter der Fachaufsicht des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege durchgeführt.

Die Arbeiten mussten im April 2019 unterbrochen werden, denn sie finden in einem für die Trinkwasserversorgung der Stadt Erlangen wichtigen Wasserschutzgebiet statt. Mit der Aufdeckung der oberen Bodenschicht wird ein wichtiger organischer Schutzfilter für das Trinkwasser vorübergehend außer Funktion gesetzt. Um qualitative Auswirkungen auf die Wasserversorgung zu vermeiden,  werden vorsorglich -auch in Absprache mit den zuständigen Fachbehörden- für den Zeitraum der Ausgrabung benachbarte Trinkwasserbrunnen außer Betrieb genommen. Dies geht aber nur in der verbrauchsarmen Zeit von Oktober bis April.

Die Grabungs- und Dokumentationsarbeiten im Bereich der bronzezeitlichen Siedlung beginnen am 1. Oktober 2019 und werden voraussichtlich im April 2020 abgeschlossen. Dabei werden neben landwirtschaftlich genutzten Flächen auch Waldflächen untersucht. Erwartet werden im Wesentlichen Verfärbungen des Bodens, in denen verfüllte Pfahlgruben von Hütten oder Abfallgruben erkannt werden können.

Alle Informationen zu den Neubaumaßnahmen der Schleuse Erlangen finden Interessenten auch auf der Webseite

www.schleuse-erlangen.wsv.de

Herausgeber: Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg (WNA)

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