Unsere Gemeinde Möhrendorf

Möhrendorf ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt.

Der Ort liegt rund 6 km nördlich von Erlangen in der Ebene des Regnitztales, am westlichen Ufer des Flusses. Der westlich der Regnitz verlaufende Main-Rhein-Donau-Kanal bildet heute die Grenze zum eingemeindeten Ortsteil Kleinseebach. In Kleinseebach mündet die Seebach in den Main-Donau-Kanal. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Möhrendorf, Kleinseebach, sowie der südlich vom Ortskern am Regnitzufer gelegene Weiler Oberndorf.

Möhrendorf ist berühmt für seine historischen Wasserschöpfräder.

Der historische Ortskern von Möhrendorf wird geprägt durch den massiven Sandsteinbau der Martinskirche mit dem umliegenden Gebäudeensemble, das heute teilweise von der Gemeindeverwaltung genutzt wird. Das Kirchengebäude wurde nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg im Jahre 1672 in der heutigen Form wieder aufgebaut.

Westlich vom Ortskern an der Hauptstraße befindet sich ein aus Sandstein gehauener Bildstock aus der Zeit um 1500, der ein Relief mit einer Kreuzigungsgruppe zeigt.

Südlich vom Ortskern befinden sich die als Naturdenkmal geschützten "Schwedenföhren", die vermutlich im 17. Jahrhundert gepflanzt wurden. 

Der ebenfalls sehenswerte Ortskern von Kleinseebach ist ein für die Region typisches und gut erhaltenes Bauerndorf mit z. T. mehrere hundert Jahre alten Gebäuden, meist in Sandsteinbauweise. In Kleinseebach gibt es eine kapitale Eiche sowie eine uralte Baumgruppe, die als Naturdenkmal geschützt sind.

 

Zahlen und Daten

Bundesland:

Bayern

Regierungsbezirk:

Mittelfranken

Landkreis:

Erlangen-Höchstadt

Höhe:

272 m ü. NN

Fläche:

13,16 km²

Einwohner:

4.860 (30.06.2017)

Bevölkerungsdichte:

369 Einwohner je km²

Postleitzahl:

91096

Vorwahlen:

09131, 09133

Kfz-Kennzeichen:

ERH

Gemeindeschlüssel:

09 5 72 142

Gemeindegliederung:   

3 Ortsteile (Möhrendorf, Kleinseebach und Oberndorf)

"Merdindorf" leitet sich höchstwahrscheinlich von dem mittelalterlichen Personennamen "Mardo" ab, evtl. auch von dem Personennamen "Merdin". Die gelegentlich als Ursprung angegebene Ableitung vom Namen Martin gilt dagegen als unwahrscheinlich.

Im Jahre 1062 erscheint der Ort als "Merindorf" und im Jahre 1421 als "Merendorf". Daraus entwickelte sich im Wandel der Zeiten die Bezeichnung "Möhrendorf".

Der Name "Seuuaha" entwickelte sich zunächst zu "Sebach", dann zu "Seebach", später zu "Kleinseebach" und bezieht sich auf das südlich vom Ortskern von Kleinseebach verlaufende Flüsschen Seebach. Das etwa 9 km westlich an der Seebach gelegene Großenseebach wurde bei seiner ersten Erwähnung im Jahre 1348 ebenfalls als "Sebach" bezeichnet.

Erste Besiedlungsspuren in der Umgebung von Kleinseebach stammen aus der Urnenfelderzeit. Die erste urkundliche Erwähnung von Möhrendorf und Kleinseebach datiert aus dem Jahr 1007, noch unter den Namen "Merdindorf" und "Seuuaha".

Möhrendorf hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einer landwirtschaftlich orientierten Gemeinde überwiegend zu einer Wohngemeinde entwickelt. Dazu dürfte seine gute Verkehrsanbindung innerhalb der Metropolregion Nürnberg mit eigener Anschlussstelle an der A73 ebenso beigetragen haben wie seine Nähe zum Naherholungsgebiet "Dechsendorfer Weiher" sowie zur Urlaubsregion Fränkische Schweiz.